"Brand" im Internat

mit Wasser aus der Pegnitzquelle gelöscht

ein Bericht der Nordbayerischen Nachrichten

Sirenen und Martinshörner schreckten gestern Abend die Pegnitzer auf. Gut informierte «NN»-Leser wussten, dass es sich «nur» um eine Übung im Rahmen der Brandschutzwoche handelte.
Das von Kreisbrandinspektor Adolf Mendel ausgedachte Szenario ging von einem Brand im Berufsschulinternat am Brunnberg aus, der sich von der Heizung über einen Kamin bis ins Dach ausbreitete.

Wegen der starken Rauchentwicklung im Treppenhaus brach unter den Schülern Panik aus, einige standen schreiend an den Fenstern.
Die aus allen Richtungen anrückenden Wehren hatten nicht nur mit der engen Zufahrt und der Parkplatznot rund um die ehemalige Landwirtschaftsschule zu kämpfen. Weil um diese Zeit im Internat keine Anwesenheitspflicht herrscht, stand zudem selbst eineinhalb Stunden nach Brandausbruch nicht genau fest, wie viele der 85 Bewohner sich tatsächlich über die vier Stockwerke verteilt im Haus befanden und ob noch Vermisste gesucht werden mussten.

Froh war die Einsatzleitung unter Kommandant Werner Schiller deshalb, dass dank der Juragruppe, der nur 400 Meter entfernten Pegnitzquelle sowie der nahen Fichtenohe ein unerschöpflicher Wasservorrat angezapft werden konnte.

Für die Menschenrettung und die Brandbekämpfung waren die Wehren aus Pegnitz und Trockau sowie die KSB-Werkswehr zuständig. Unterstützt wurden sie von Aktiven aus Buchau, Hainbronn, Neudorf, Körbeldorf, Willenreuth, Bronn, Troschenreuth und Pottenstein. Für den Rettungsdienst zeichnete die SEG des BRK verantwortlich.

Landrat Hermann Hübner sowie die Bürgermeister Manfred Thümmler und Helmut Graf würdigten das Können und die Einsatzbereitschaft der Aktiven. Kreisbrandinspektor Adolf Mendel zeigte sich trotz einiger kleinerer Mängel zufrieden mit der Einsatzleitung und der Arbeit der einzelnen Abteilungen, auch wenn eine Übung nicht mit einem Ernstfall zu vergleichen sei.


Bericht und Bilder: Richard Reinl, Nordbayerische Nachrichten.