Harter Wettkampf um Pokal mit der "Eins"


Oberfrankens Feuerwehrjugend dabei: Wasserknoden gewinnt, Pegnitz auf achtem Platz

Ein großartiges Erlebnis war der 14. Bezirksjugendfeuerwehrtag für die besten Jugendgruppen aus allen oberfränkischen Städten und Landkreisen. Es war auch ein Tag der Superlative für die Feuerwehr Pegnitz als Ausrichter.
PEGNITZ (tw) - 156 Jugendliche demonstrierten an diesem Tag beim Bezirksjugendleistungsmarsch eindrucksvoll, was sie in den vergangenen Wochen gelernt hatten. Am Ende kann es aber, wie überall, nur einen Sieger geben. Er kam aus dem kleinen Wasserknoden in der Fichtelgebirgsgemeinde Bad Berneck. Überglücklich nahm das Team dieser Feuerwehr als Bezirksjugendsieger 2007 den Pokal - eine Flamme mit der Nummer 1 - entgegen. Darüber freuten sich Markus Hoffmann, Nils Leuthold, Stefan Wunderlich und Julia Hartmann. Mit nur drei Fehlerpunkten und einer Zeit von 1:34 standen sie am Ende unter 38 Gruppen ganz oben.


Fast zwei «Zweite»

Bürgermeister Manfred Thümmler (3.v.l.) und Hans Böhmer (2.v.l.) beobachteten das spannende Stechen zwischen den Jugendwehren aus Bayreuth und Neuensee, das die Bayreuther knapp für sich entschieden. Foto: Weichert

Jeweils fünf Fehlerpunkte und am Ende noch die selbe Zeit mit 1:31 hatten die Jugendlichen der Abteilung Aichig der Feuerwehr Bayreuth und der Feuerwehr Neuensee (Landkreis Lichtenfels). Sie mussten sich einem Stechen stellen. Auf Zeit galt es jetzt, eine 90 Meter lange C-Schlauchleitung richtig zu kuppeln. Ganz knapp gewannen Andreas Oetterer, Jonathan Gabitz, Peter Schmid und Kevin Dill von der Feuerwehr Bayreuth.

Über ihren hervorragenden dritten Platz konnten sich aber dennoch Kim Förtsch, Christian Hofmann, Kevin Winterbauer und Stefan Sittig von der Feuerwehr Neuensee freuen.

Auf die weiteren Pokalplätze gelangten der Reihe nach die Jugendgruppen der Feuerwehren Wolfersdorf und Altenkunstadt (beide Kreis Lichtenfels), Nurn (Kreis Kronach) Kleinwalbur/Elsa (Kreis Coburg), Pegnitz, Schönbrunn (Kreis Wunsiedel) und Lanzenreuth 2 (im Landkreis Kulmbach).

Außer Konkurrenz hatte sich eine Jugendgruppe der Feuerwehr Kammerstein aus Mittelfranken beteiligt. Die Mittelfranken kennen bisher solch einen Bezirksjugendleistungsmarsch nicht, wollen ihn aber nach oberfränkischem Vorbild einführen. Auf einer 6,5 Kilometer langen Stecke mussten die Jugendlichen insgesamt elf Übungen absolvieren. Von Testfragen über Zielspritzen und Schlauchkuppeln bis zum Zuordnen von Gerät sowie Knoten und Stichen reicht da die Palette.

Im großen Rahmenprogramm konnten Getränkekisten gestapelt oder sich vom Felsen abgeseilt werden. Die Polizei war mit einem Infostand sowie ihrem Flugsimulator im Polizeihubschrauber vertreten.

Regierungspräsident Wilhelm Wenning betonte als Schirmherr am Vormittag, wie wichtig die Jugendarbeit und der daraus resultierende Feuerwehrnachwuchs für Oberfranken ist.

Auch Landrat Dr. Klaus-Günter Dietel war gekommen. Als Überraschung bekam er die Ehrennadel der Bayerischen Jugendfeuerwehr in Silber, und zwar für seine stetige Unterstützung der Feuerwehrjugend.

An den Bayreuther KBR Herrmann Schreck verlieh Bezirksjugendwart Jürgen Zimmermann, der auch stellvertretender Landesjugendfeuerwehrreferent ist, die «Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr in Silber». Damit wurde Schrecks großes Engagement für die Jugendfeuerwehren gewürdigt. Der Pegnitzer Feuerwehrchef Karlheinz Glenk überreichte an Schreck und Verkehrserzieher Peter Frömmel von der Polizei Pegnitz überdies den Ehrenpreis für deren hervorragende Jugendarbeit.

Organisiert hatte die ganze Veranstaltung Kreisjugend-Feuerwehrwart Stefan Steger aus Pegnitz. Glenk dankte ihm ebenso wie seinen vielen Helfern von der Feuerwehr, die schon um fünf Uhr auf den Beinen waren und für einen reibungslosen Ablauf sorgten. Weiterhin dankte Glenk der Sparkasse und der Firma Sulo, die den Tag gesponsert hatten.

«Ich bedanke mich von ganzem Herzen», rief auch KBR Schreck seinen Pegnitzer Feuerwehrleuten zu.

Ein Vertreter der Versicherungskammer Bayern übergab 60 Rauchabschlüsse an die oberfränkischen Kreisbrandräte zur Weitergabe an ihre Feuerwehren. Auch der Pegnitzer Bürgermeister Manfred Thümmler, der die Siegerehrung mit vornahm, und sein Ahorntaler Bürgermeisterkollege Herbert Dannhäußer überzeugten sich vom Leistungsstand der Feuerwehrjugend.

Ein Bericht der Nordbayerische Nachrichten