Zahl der Feuerwehr-Einsätze hat sich stark erhöht

Insgesamt 149-mal ausgerückt — Deutlich mehr Unfälle mit Lastwagen —
Drei neue Ehrenmitglieder


PEGNITZ (be) — Die Feuerwehr Pegnitz hat drei Altverdiente zu neuen Ehrenmitgliedern ernannt. Karl Daut, Helmut Eckert und Jakob Hagen erhielten in der Hauptversammlung die seltene Auszeichnung. Vorsitzender Karl-Heinz Glenk hatte die Veranstaltung generalstabsmäßig geplant und durchgezogen. 27 Mitglieder sind im vergangenen Jahr neu hinzu gekommen.

Andreas Meyer aus Neuhof wurde per Handschlag in den Dienst aufgenommen. Mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen wurden Roland Schmitt für 30 Jahre Mitgliedschaft und Roland Zahn für 25 Jahre sowie langjähriger guter Grundlagenarbeit als Jugendleiter und Jugendwart ausgezeichnet. Heinrich Hofmann erhielt für 60 Jahre und Wolfgang Kodesch für 40 Jahre Vereinstreue eine Auszeichnung mit Geschenken.

Waldweihnacht geplant

In der Vorschau nannte Glenk die Waldweihnacht am 8. Dezember mit einem Fackelzug zum städtischen Grillplatz, zwei Skiausflüge, einen Tagesausflug am 16. Dezember nach Waidring, und einen Wochenendausflug vom 2. bis 4. Februar. Weitere Tagesausflüge beispielsweise zur Feuerwehrschule Regensburg, nach Bad Windsheim, in den Truppenübungsplatz Grafenwöhr, nach Königsbrück und Dresden sowie eine geführte Halbtageswanderung finden statt. MdL Walter Nadler sprach eine Einladung nach München in den Landtag mit Besuch des Oktoberfestes aus.

Kommandant Werner Schiller berichtete von 149 Einsätzen — 56 mehr als im vorangegangenen Berichtszeitraum. Dabei wurde eine stark erhöhte Anzahl mit Lkw-Unfällen festgestellt. Die Einsätze teilen sich folgendermaßen auf: die Wehr wurde zu 41 Bränden gerufen, Technische Hilfeleistung (THL) mit Personenschaden war achtmal, THL ohne Personenschaden 92-mal erforderlich, achtmal wurde ein Alarm gestoppt, und 19-mal war die Wärmebildkamera im Einsatz.

358 Sack Ölbinder und 156 Liter Schaummittel wurden verbraucht, 363 Atemluftflaschen gefüllt. Bei den Einsätzen legten die Fahrzeuge 4523 Kilometer zurück. Insgesamt wurden 1750 Stunden in der Aus- und Weiterbildung geleistet. 1340 Feuerwehrleute erbrachten bei allen Einsätzen 2368 Stunden, insgesamt wurden von der Wehr 4118 Stunden ehrenamtlicher Feuerwehrdienst geleistet.

Ein bedeutender Tag war die Übergabe des neuen Fahrzeugs HL 20/16 und die Inbetriebnahme des neuen Jugendraums. Der technische Prüfdienst der Staatlichen Feuerwehrschule Regensburg nahm heuer die Fahrzeuge und Gerätschaften ab. Es wurde ein hervorragender Zustand bestätigt und Gerätewart Walter Steger eine vorbildliche Arbeit attestiert.

Jugendwart Jochen Ansorge berichtete von einem Riesenprogramm. Es wurde viel gelernt, gearbeitet und auch gemeinsame Freizeit verbracht. Ein Informationsabend mit Erfahrungsaustausch zwischen den Jugendwehren des Stadtgebietes fand statt. Dieser stieß jedoch auf geringe Resonanz.

Lernen fürs Leben

Kreisbrandrat Hermann Schreck appellierte eindringlich an die Jugendlichen: „Bleibt dabei, man lernt bei der Feuerwehr fürs Leben.“ Er schilderte die Bandbreite von Einsatzfällen. „Der Ton auf der Autobahn ist rauer geworden.“ Im Zuge des Klimawandels müsse die Feuerwehr zudem lernen, mit Naturkatastrophen umzugehen.“

Bürgermeister Manfred Thümmler lobte die Wehr für ihren Einsatz und ihren Beitrag zum gesellschaftlichen Leben.

Der Leiter der Polizei Pegnitz, Roland Schmitt, sagte, dass die Polizeiarbeit ohne die Feuerwehr nicht mehr zu leisten sei. Er stellt das besonders hohe Verantwortungsbewusstsein der Feuerwehrleute heraus. „Kein einziger ist durch ein Drogenproblem, Körperverletzung oder durch ein Alkoholdelikt aufgefallen. Dies verdient höchstes Lob.“

Die Geehrten der Wehr mit Kreisbrandrat Hermann Schreck, seinem Stellvertreter Adolf Mendel, der Pegnitzer Feuerwehrführung, den Bürgermeistern Manfred Thümmler und Helmut Graf sowie MdL Walter Nadler. Foto: Eva Böhm

Ein Bericht der Nordbayerischen Nachrichten