Finanzieller Kraftakt für ein Kraftpaket

Eine Investition in Höhe von 290 000 Euro: Neues Löschgruppenfahrzeug der Feuerwehr übergeben

PEGNITZ Und so waren die Verantwortlichen der Pegnitzer Stützpunktfeuerwehr denn auch entsprechend stolz auf den Neuzugang in ihrem Fuhrpark: Am Freitagabend wurde das „Hilfeleistung-Löschgruppenfahrzeug HLF 20/16” offiziell übergeben.

Erste Erfahrungen mit dem Gefährt hatten die Aktiven schon in den Tagen zuvor gesammelt, so Kommandant Werner Schiller im KURIER-Gespräch: „Wir waren damit schon ein paar Mal bei Unfällen auf der Autobahn.” Das Fahrzeug sei bestens für alle Formen der technischen Hilfeleistung ausgerüstet, betonte Landrat Dietel. Für die Pegnitzer Wehr mit ihren 135 Einsätzen im vergangenen Jahr eine „wichtige zusätzliche Ausstattung”. Dank sei der Stadt zu sagen, die seit Jahren ihren finanziellen Part leiste, nur so könne die Wehr über insgesamt elf Einsatzfahrzeuge verfügen.

Kreisbrandrat Hermann Schreck verwies darauf, dass Löschfahrzeuge dieses Typs künftig für alle größeren Wehren im Kreis anzuschaffen sind, Pegnitz erlebe die Premiere - was man sich angesichts des hier erbrachten ehrenamtlichen Engagements auch verdient habe.

Bürgermeister Manfred Thümmler bilanzierte noch einmal die Vorgeschichte dieser Investition, für die der Freistaat als Pauschalförderung
97 000 Euro gewährte, dazu kamen 35 000 Euro vom Landkreis. Somit beträgt der kommunale Eigenanteil 157 000 Euro. Ursprünglich war der Kauf eines Löschgruppenfahrzeugs LF 16/12 geplant gewesen. Aufgrund einer Haushaltssperre wurde das Vorhaben in den Jahren 2002 und 2003 verschoben, Anfang 2005 gab dann der Normenausschuss Feuerwehrwesen neue Richtlinie für Löschgruppenfahrzeuge 20/16 heraus - und so musste man sich völlig neu orientieren.

Gewicht: 14,5 Tonnen

Das neue Allradfahrzeug wiegt stattliche 14,5 Tonnen. Sein Löschwassertank fasst 1600 Liter, sein Zweikammerschaumtank insgesamt 150 Liter. Innovativ ist die vollautomatische Druckluft-Schaum-Wasser-Zumischanlage. Sie ermöglicht die Bekämpfung unterschiedlichster Brände mit Nass- und Trockenschaum. Der Vorteil: Ein Zimmerbrand zum Beispiel kann ohne größere Wasserschäden im Gebäude gelöscht werden.

Einen nachdenklichen Ton brachte Roland Schmitt, Leiter der Polizeiinspektion Pegnitz, ins Spiel, der ein Grußwort für die Pegnitzer Hilfsorganisationen sprach. Wenn der eine oder andere meine, die Kosten in der Größenordnung eines Reihenhauses seien in eine Art Spielzeug für die Feuerwehr investiert worden, dann sei er auf einem Irrweg. Niemand dürfe vergessen, welch enormer Arbeitsaufwand, welche Leistung für den Bürger dahinter stehe - „das geht in der öffentlichen Diskussion oft unter”. sbr

Das neue Löschgruppenfahrzeug, dem Vertreter aller drei Kirchengemeinden in Pegnitz ihren Segen erteilten, hat im Einsatzgeschehen überregionale Bedeutung, wurde bei der Übergabe mehrfach betont. Foto: Brand

Ein Bericht des Nordbayerischen Kurierers