An der Grenze des Machbaren angelangt

Pegnitzer Feuerwehr musste zu 149 Einsätzen, darunter 45 Brände, ausrücken -
Drei neue Ehrenmitglieder


PEGNITZ.Diese Belastung geht an die Grenzen des Machbaren, darüber waren sich alle Redner einig, vom Bürgermeister bis zum Kreisbrandrat. 149 Einsätze absolvierten die 58 Aktiven der Pegnitzer Feuerwehr in den letzten zwölf Monaten, wie Kommandant Werner Schiller bei der Hauptversammlung am Freitagabend auflistete - rund 50 mehr als im Jahr zuvor.

Schiller, der vor etwa 200 Mitgliedern und Gästen im nahezu voll besetzten Schulungsraum des Gerätehauses am Dianafelsen offiziell zum Brandmeister befördert wurde, bilanzierte die Höhepunkte eines ereignisreichen Jahres. Da war die Einweihung des neuen Löschfahrzeuges HLF 20/16, bei dem man auf alles Überflüssige verzichtet habe, um den Finanzrahmen einzuhalten. Da war der Besuch von 90 Kindern im Zuge des KURIER-Ferienprogramms, denen man Spaß bieten, aber auch Lernziele vermitteln wollte - „inzwischen ein fester Termin in unserer Jahresplanung”, so Schiller.

Da waren aber eben auch die zahlreichen Einsätze. 45 Brände galt es zu bekämpfen. Dazu kamen 100 technische Hilfeleistungen. 4118 Stunden ehrenamtlicher Arbeit leisteten die Feuerwehrmänner und -frauen, 2368 davon erbrachten sie bei Einsätzen. Wobei, so Schiller, eine stark erhöhte Anzahl von Verkehrsunfällen mit Lastwagen festgestellt worden sei: „Neben der Menschenrettung mussten auch immer beträchtliche Mengen von Öl und Treibstoff gebunden oder aufgefangen werden.” Nicht zu vergessen der Hilfseinsatz beim Unwetter im Raum Weidenberg. Nicht das erste in jüngster Zeit. Anlass für die Pegnitzer Wehr, demnächst 500 gefüllte Sandsäcke bereitzuhalten, die auch überörtlich angefordert werden können.

Nach längerer Pause war heuer der Technische Prüfdienst der Staatlichen Feuerwehrschule Regensburg zu Gast im Landkreis. Dem Pegnitzer Gerätewart Walter Steger wurde eine vorbildliche Arbeit bei der Betreuung von Fahrzeugen, Gerätschaften und Prüfkarteien attestiert.

Karl-Heinz Glenk, Vorsitzender des Feuerwehrvereins, hielt einen ausführlichen Rückblick, den er aber auch bis Mitternacht hätte ausdehnen können, wie er meinte. Er zollte der Feuerwehrjugend ein dickes Lob, der Verein habe angesichts ihres Engagements und umfangreicher Eigenleistungen gerne rund 9000 Euro in den neuen Jugendraum investiert.

Gleich drei neue Ehrenmitglieder gibt es bei der Feuerwehr (auf Empfehlung des Vorstands für herausragende Verdienste um die Pegnitzer Feuerwehr): Karl Daut, seit 1951 bei der Wehr und über 40 Jahre im aktiven Dienst, Helmut Eckert, genannt der „Eckerts-Lipp”, einer der ersten Atemschutzträger in Pegnitz und jahrelang Kassier, und Jakob Hagen, wie Eckert 1955 in die Wehr eingetreten, mehr als vier Jahrzehnte aktiv und zuletzt Oberlöschmeister. sbr

Zu Ehrenmitgliedern der Pegnitzer Feuerwehr wurden ernannt: Karl Daut, Helmut Eckert und Jakob Hagen (mit den roten Mappen in den Händen). Außerdem wurden langjährige Mitglieder geehrt (weiterer Bericht auf Seite 38). Foto: Brand

Ein Bericht des Nordbayerischen Kurier