Leistungsprüfung erstmals bei Dunkelheit

Übungsvorgabe: Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person -
Vorher Gerätekunde gefragt


PEGNITZ — Bei der Leistungsprüfung THL (Technische Hilfeleistung) wird ein Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person vorgegeben. Und weil Unfälle eben nicht nur am Tag passieren, ist es wichtig, dass die Handgriffe auch bei Dunkelheit sitzen. Bevor die Feuerwehrleute in Aktion tretten dürfen, wird zuallererst eine Gerätekunde durchgeführt. Jeder Prüfling muss zwei Lose ziehen, auf denen jeweils ein Gerät, egal ob Schraubenzieher, Wasserschlauch oder Stromaggregat, angegeben ist, und welches im Feuerwehrauto seinen festen Platz hat. Bei geschlossener Wagenjalousie müssen sie den Schiedsrichtern den genauen Platz im Auto zeigen können. Danach werden neun Feuerwehrmänner mittels Auslosung in einen Wassertrupp (zuständig für die Verkehrsabsicherung und die Sicherung gegen Feuer), in einen Schlauchtrupp (der sich um die elektrische Ausrüstung kümmert wie den Stromerzeuger und die Beleuchtung) sowie einen Angriffstrupp eingeteilt.

Der Angriffstrupp bedient im Ernstfall beim verunglückten Fahrzeug die Schere und den Spreizer. Innerhalb von 175 Sekunden muss die Aktion abgeschlossen sein, sonst ist die Leistungsprüfung nicht bestanden. Geprüft wurden die beiden Gruppen zu je neun Feuerwehrmännern vom Kreisbrandinspektor Adolf Mendel und den beiden Schiedsrichtern Reinhold Liedel und Siegfried Leinberger, die bei keinem der geprüften Feuerwehrleuten Fehler festgestellen konnten. mü

Bei der Leistungsprüfung Technische Hilfeleistung muss jeder Handgriff sitzen - auch in der Dunkelheit. Fotos: Münch Die Pegnitzer Feuerwehr besitzt auch Gerätschaften, mit denen eine Unfallstelle im Bedarfsfall ausgeleuchtet werden kann. Hier wird so eine Leuchte aufgestellt

Ein Bericht des Nordbayerischen Kuriers