Jahreshauptverwaltung 2004
Boom bei der Feuerwehr hält an
Im vergangenen Jahr mitgliederzuwachs um ein Drittel - 93 Einsätze - 24 Brände
Jahreshautversammlung 2004 - ein Bericht der Nordbayerischen Nachrichten
PEGNITZ — Der Boom beim Feuerwehrverein ist ungebrochen: Gestern Abend bei der Hauptversammlung konnten die Vorsitzenden Karl-Heinz Glenk und Helmut Graf voller Stolz einen erneuten Zuwachs um rund ein Drittel binnen Jahresfrist vermelden. Mit dem nächsten Beitritt wird die „Schallmauer“ von 150 Mitgliedern durchbrochen. Für viele ist es eine Ehre, Mitglied bei der Feuerwehr Pegnitz zu sein. So berichtete Vorsitzender Glenk bei der Versammlung im Gerätehaus, dass ihn erst dieser Tage Herbert Scherer, der „brandaktuell“ vor Wochenfrist mit dem „Frankenwürfel“ ausgezeichnete frühere Direktor des Gymnasiums, angerufen habe, ob er auch beitreten dürfe. Er darf. Damit erhöhte sich der Mitgliederstand binnen Jahresfrist um 34 auf 149 Förderer.
Ihnen wird viel geboten, wie Glenk in seinem umfangreichen Jahresbericht auflistete. Er erinnerte an den Besuch beim Prodekan Christian Schmidt in der St. Lorenzkirche in Nürnberg, an zahlreiche Feste und nicht zuletzt an den „Tag der offenen Tür“, der mit rund 3000 statt der erwarteten 500 Besuchern zum Publikumsmagneten geworden ist. Die Feuerwehr war auch fleißig auf Achse. So gab es Einladungen von den Abgeordneten Walter Nadler und Hartmut Koschyk in den Landtag nach München und in den Bundestag nach Berlin, es wurde aber auch der Rettungshubschrauber-Station in Bayreuth ein Besuch abgestattet.
Es kamen aber auch viele Gäste in das Feuerwehrhaus, etwa beim traditionellen Wirtschaftstag der Stadt zur Flinderer-Eröffnung oder als sich der Wirtschaftskreis Pegnitz mit 24 namhaften Vertretern von Handel und Gewerbe einen Eindruck von der Leistungsfähigkeit der Feuerwehr verschaffte. Schon in den nächsten Tagen wird erneut eine Abordnung der Wehr auf Einladung von MdB Horst Friedrich die Bundeshauptstadt ansteuern.
Freudig wurde auch die Inbetriebnahme des benachbarten THW-Domizils mitgefeiert, dient es doch der Komplettierung des neuen Pegnitzer Rettungszentrums nahe der Autobahn. Abschließend bedankte sich Glenk bei allen Helfern und Spendern. Leitsatz für ihn sei weiterhin: „Wunder darf man zwar nicht erwarten, aber man darf sie erhoffen. Die Führungsmannschaft jedenfalls werde sich weiter nach Kräften bemühen, optimale Voraussetzungen zu schaffen, damit der Feuerschutz in Pegnitz bestens gewährleistet ist.“ Zweiter Vorsitzender Helmut Graf widmete sich insbesondere der Jugendarbeit. Er berichtete, dass Roland Zahn im Januar mit Stefan Steger und Hans Glenk zwei weitere Jugendwarte an die Seite gestellt worden sind. Bei verschiedenen Wettbewerben habe die Truppe große Erfolge errungen. Beim Jugendleistungsmarsch in Betzenstein etwa habe Pegnitz unter 33 Teams den Siegerpokal entführt. Neben zahlreichen geselligen Veranstaltungen er wähnte Graf insbesondere den „Tag der Sicherheit“ an der Hauptschule Pegnitz, der bei manchen Schülern In teresse an einer Mitarbeit bei der Feuerwehr geweckt habe.
Graf bedankte sich bei den 13 Mitgliedern der Jugendfeuerwehr für fast 500 geleistete Übungsstunden und kündigte auch für das nächste Jahr interessante Veranstaltungen an. Da mit nicht genug: Vielmehr soll auch der lang gehegte Plan, im Gerätehaus einen Jugendraum einzurichten, in die Tat umgesetzt werden. Die Firma NBS habe hierfür schon einen Computer in Aussicht gestellt.
Kommandant Werner Schiller gab im Verlauf der Versammlung einen umfangreichen Bericht über die bis dato 90 Einsätze in diesem Jahr. Den Auftakt bildete gleich am Dreikönigstag der Brand eines dänischen Reisebusses an der Autobahn-Rastanlage. Insgesamt wurde in diesem Jahr 24 Mal Feueralarm ausgelöst, der letzte erst vor wenigen Tagen beim Brand im großen Wohnblock am Waidmannsbach.
Sechs Fälle eines Fehlalarms abgezogen entfiel der Rest der Einsätze auf die technische Hilfeleistung jeglicher Art. Bei nicht weniger als elf schweren Unfällen mussten eingeklemmte Personen aus Fahrzeugen herausgeschnitten werden.
20 Wespennester umgesetzt
Das Gros der Einsätze (20) galt in diesem Jahr aber dem Umsetzen von Wespennestern, allein im Juli waren die Aktiven gleich elf Mal in solchen Fällen gefordert. Schließlich leistete die Truppe auch Hilfestellung bei diversen Veranstaltungen und Festzügen. In diesem Zusammenhang kommt auf alle Feuerwehren im Stadtgebiet eine große logistische Herausforderung zu, wenn es 2005 beim Stadtjubiläum die Straßen für den Festzug abzusperren gilt, der bei jetzt schon über 100 teilnehmenden Gruppen eine Länge von mehreren Kilometern erreicht.-rr-
Nordbayerische Nachrichten
